23.07.2014
10:20 Uhr

Beim Wort genommen, Herr Ministerpräsident!

Beim Wort genommen, Herr Ministerpräsident!

„In Bayern wird es Fracking nicht geben. Es bleibt dabei, was ich der Bevölkerung versprochen habe.“ – so Ministerpräsident Horst Seehofer auf der Homepage der CSU am 3. April 2014.

Natürlich nehmen wir unseren Landesvater beim Wort und verlassen uns darauf, dass die Fracking-Technologie in Bayern und Deutschland keine Anwendung finden wird. Diese Technologie birgt hohe und noch nicht abschätzbare Risiken für künftige Generationen wie zum Beispiel:

- Verunreinigung des Grund- und Oberflächenwassers durch das Bohrwasser und die darin enthaltenen Chemikalien
- Migration von chemischen Stoffen aus der Lagerstätte
- Freisetzung von Treibhausgasen und giftigen Gasen
- Auslösung von Erdbeben
- Lärm vom Bohren und regelmäßigen Fracken

Diese Risiken und Folgen sind nicht mit dem Anspruch einer nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und dem Klimaschutz zu vereinbaren. Gerade in einem dichtbesiedelten Land wie Bayern kann und darf es kein Fracking geben.

Der BDKJ Bayern hat sich zu diesem Thema auf der Landesversammlung eindeutig positioniert. Aus seinem christlichen Selbstverständnis heraus für die Zukunft der Jugend ganz im Sinne der Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Der Beschluss kann unter www.bdkj-bayern.de/positionen/oekologie eingesehen werden.

Christoph Schreiberchristoph.schreiber@bdkj-bayern.dePermalinkKommentare 0Gravatar: Christoph Schreiber
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14.05.2014
15:29 Uhr

Es bleibt spannend im Moos!

Viel ist passiert seitdem der BDKJ Bayern im Herbst 2011 dem Aktionsbündnis „aufgeMUCkt“ beigetreten ist. Das „MUC“ in „aufgeMUCkt“ spielt auf den Münchner Flughafen an. 

Die Diskussion auf diesem Landesausschuss ist mir noch in lebhafter Erinnerung: „Was geht es den BDKJ Bayern an, wenn im Münchner Norden eine dritte Start- und Landebahn gebaut wird?“ „Diese Startbahn betrifft nicht nur den Großraum München, sondern ganz Bayern. Die Mieten in und um München ziehen weiter an, die Umwelt- und Lärmbelastung nimmt zu , die Wirtschaftskraft im Großraum München steigt weiter an - kurzum die Sogwirkung Münchens wird nochmals verstärkt und die Abwanderung aus den strukturschwachen bayerischen Regionen – wie das nördliche Oberfranken, die Rhön oder die östliche Oberpfalz – nimmt weiter zu.

Am Ende einer lebhaften und zugleich sehr guten Diskussion haben wir uns einstimmig gegen den Bau und für den Beitritt in das Aktionsbündnis ausgesprochen. Im Bündnis tummeln sich neben dem BDKJ Bayern ebenso die KLJB und der BDKJ München und Freising. Gemeinsam mit vielen anderen Gruppen, Verbänden und Bürgerinitiativen gelang am 17. Juni (Was für ein geschichtsträchtiger Datum!) 2012 das Bürgerbegehren in München für sich zu gewinnen. Fast 55 % der Wahlberechtigten MünchnerInnen haben sich gegen die 3. Startbahn ausgesprochen.  Nach einem Jahr verlor das Bürgerbegehren zwar seine juristische Bindung, nicht aber die politische Bindung. Die KandidatInnen der Münchner Parteien von CSU, SPD und den Grünen betonten im Vorfeld der Kommunalwahl die Wichtigkeit und Relevanz dieses Bürgerbegehrens. Nachdem nun mit Dieter Reiter (SPD) ein Mann den Einzug ins Rathaus geschafft hat, der nach dem Urteil des VGH im Februar verkündet hat, dass „ es mit mir keine dritte Startbahn“ geben wird,  hoffen und vertrauen viele StartbahngegnerInnen auf die Verlässlichkeit dieser Aussage. 

Das Aktionsbündnis und deren Mitglieder beobachten aufmerksam die Entwicklungen in München und Bayern. Sollte es tatsächlich zu einem bayernweiten Volksentscheid kommen – einen solchen Entscheid über ein großes Bauvorhaben hat es jedoch in Bayern noch nie gegeben – werden die Karten neu gemischt.

Eines ist aber klar: Der BDKJ Bayern wird weiterhin für die Interessen junger Menschen, für eine lebenswerte Zukunft und für die Bewahrung der Schöpfung eintreten!

Simon Müller-Peinsimon.mueller-pein@bdkj-bayern.dePermalinkKommentare 0Gravatar: Simon Müller-Pein
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19.11.2013
14:40 Uhr

Weltklimarat

Im Moment sind einige politische Themen sehr aktuell, wo wir als umweltbewusste und politisch engagierte Bevölkerung mitreden sollten. Weil diese Themen nicht nur uns betreffen, sondern unsere Kinder und Enkel. Wir alle haben das Bestreben, unsere Mitwelt so zu gestalten, dass wir uns wohl fühlen und möglichst viel Freiheit zur Selbstverwirklichung haben. 

Von der IPCC (Weltklimarat) wurde am 23.09.2013 der aktuelle Klimabericht veröffentlicht. Diese Organisation hat für die Politiker dieser Zeit eine Handreichung rausgegeben, die ihnen verdeutlichen soll, was auf die einzelnen Länder der europäischen Union und weltweit zukommt. Leider ist dieser Bericht im Moment nur in Englisch zu haben – die Übersetzung dauert wahrscheinlich noch bis ins nächste Jahr. Hier ist ein Link zu einer Website, die den Klimabericht in Deutsch zusammengefasst hat:
http://www.scilogs.de/klimalounge/der-neue-ipcc-klimabericht

Wichtig ist, dass wir nun endlich dazu Handlungen ergreifen und aktiv werden. 

Ein weiteres ganz brisantes Thema ist Fracking – vieles geistert herum, doch viele Menschen wissen nicht, was genau Fracking ist und dass es bei uns seit einiger Zeit eine Art von Fracking (in Sandgestein) gibt, die anscheinend weniger Schäden verursacht, wie das Fracking, was kommen soll. Hier ein sehr guter informativer Film dazu:

http://www.spiegel.de/video/animation-so-funktioniert-fracking-video-1249736.html

Und etwas zu lesen:
 http://www.bund-bremen.net/themen_und_projekte/umwelt_energie/trinkwasser/fracking/

143. Hauptausschuss des BJR:

Beschluss gegen das Fracking

15.05.2013
15:48 Uhr

„fairbrechen“ für weltweite Solidarität

DER BDKJ GEHÖRT ZU DEN PIONIEREN DES FAIREN HANDELS "fairbrechen" für weltweite Solidarität Im Jahr 2005 beschloss der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Bayern die Durchführung einer Kampagne zum Fairen Handel und setzt sich seitdem konkret mit diesem Thema auseinander. Er führt damit die historische Linie seines entwicklungspolitischen Engagements fort, da der BDKJ 1975 Gründungsmitglied des inzwischen größten europäischen fairen Handelsunternehmens, der "GEPA - The Fair Trade Company", war und so zu den Pionieren des Fairen Handels in Deutschland gehört.

 

Insbesondere durch die Etablierung der Marke "fairbrechen" hat der BDKJ Bayern in den letzten knapp acht Jahren Kinder und Jugendliche auf moderne und niederschwellige Art an das Thema Fairer Handel herangeführt.

Dabei spielt der kreative Umgang mit den zum Teil anspruchsvollen Hintergründen eine besondere Rolle. Mit Hilfe der FairParty-Pakete, die bei der Landesstelle des BDKJ Bayern bestellt werden können, gelingt der Einstieg leicht. Sie enthalten alle Utensilien, die man braucht, um den Fairen Handel beispielsweise in einer Gruppenstunde zu beleuchten.

Die FairParty orientiert sich an drei Produkten: Orangensaft, Baumwolle und Schokolade, wobei nicht jedes Produkt davon vorgestellt werden muss, die Methoden können beliebig zusammengestellt werden. Besonders wichtig bei der Auswahl der Artikel war, dass diese aus der konkreten Lebens welt der Jugendlichen kommen sollten. Mit den Lebensmitteln Schokolade und Orangen bzw. dem Rohstoff Baumwolle sind junge Menschen täglich konfrontiert. Sie kaufen, nutzen und ver zehren diese und haben einen realen Be zug dazu. Die pädagogisch-inhaltliche Auseinandersetzung mit und um den Fairen Handel wird so gewährleistet.  Unternehmen gesucht, um auf die vorhandenen Missstände in den Entwick lungs- und Schwellenländern hinzu weisen.

Selbstverständlich laufen in nahezu allen Mitgliedsverbänden des BDKJ Bayern weitere Aktionen und Projekte rund um den Fairen Handel, um den Gedanken der weltweiten Solidarität in den Verbänden und damit in der Gesellschaft zu implementieren. Beson ders die vielerorts seit Jahrzehnten ge pflegten oder gerade entstehenden Part nerschaften mit Verbänden und Gruppen in Ländern des Südens geben dem Fairen Handel ein Gesicht und eine Zukunft.

Neben dieser praktischen Arbeit für den Fairen Handel hat der BDKJ Bayern immer wieder auf die politische Diskussion Einfluss genommen, sei es in Gesprächen mit Abgeordneten, in gesellschaftspolitischen Gremien oder über eigene Anträge.

So hat sich der BDKJ Bayern auch auf der Landesversammlung 2011 mit dem Antrag "Schluss mit den Hungerlöhnen in der Sportartikelindustrie" klar positioniert. Im Anschluss daran wur de der Kontakt zu Politiker/-innen und Unternehmen gesucht, um auf die vorhandenen Missstände in den Entwick lungs- und Schwellenländern hinzu weisen.

Im Jahr 2013 wird sich der BDKJ Bayern mit einer "Mitmachaktion" zum Fairen Handel im Rahmen des drei jährigen Bestehens des Wertebündnisses Bayern an dem Wertebündniskongress in der Internationalen Messe München beteiligen. Auf diese Weise will er Kinder und Jugendliche ebenso ansprechen wie Politiker/-innen und Verbandsvertreter/- innen aller Art.

Somit bleibt der Faire Handel auch in Zukunft ein fester Punkt auf der Agenda der Katholischen Jugend(verbands)arbeit.

pressestelle@bdkj-bayern.dePermalinkKommentare 2Gravatar:
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26.04.2012
09:26 Uhr

Zur Morgenstund

Zur Morgenstund

Dereinst rief John F. Kennedy sein Volk zu folgender Haltung auf: „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“ In vielen Bereichen mag dies eine zutreffende Sichtweise sein, doch in vielen Dingen ist sie zu eng gefasst – Land, im Sinne eines Staates. Wenn es um unsere Umwelt geht, dann dürfen Landesgrenzen keine Beschränkungskategorien sein. Hier soll, nein hier muss global über alle Grenzen hinaus gedacht werden. „Was kann ich für mein Land, meine Erde tun?“ müsste die rechte Fragen lauten. Und die Antwort ist recht banal: So vieles!

Es beginnt im Kleinen, im Alltäglichen, in Bereichen, an die ein Großteil wohl gar nicht denken mag. Damit meine ich nicht, weniger Auto zu fahren oder auf Flugreisen zu verzichten. Schon am Anfang eines jeden Tages, beim Frühstück, können wir etwas für unsere Umwelt tun – ein jeder und eine jede von uns.

An zwei Beispielen möchte ich dies verdeutlichen. Fangen wir an mit einem Fairen Frühstück. Was soll das denn sein? Sind wir auf dem Sportplatz angelangt? Bei weitem nicht, sondern wir sitzen noch immer am Esstisch. Fairness ist hier für die Anderen gefordert, nicht für die eigene Ernährung. Denn hinter jedem Produkt auf unserem Tisch steht ein Erzeuger/eine Erzeugerin. Und diese sollen einen fairen Lohn für ihre Arbeit bekommen. Und hier kann ich als Einzelner bereits was tun. Beim Fairen Frühstück stehen nur fair gehandelte Produkte auf dem Tisch. Hier ein Vorschlag:

- Tee, z.B. Rotbusch Orange Zimt oder Kräutertee Weltenbummler (gepa)

- Kaffe, z.B. Kolumbien Pur (gepa) oder Cafe Companero (dwp)

- Kakao, z.B. Cocoba Instant oder Trinkschokolade Premium (gepa)

- Saft, z.B. Orange-Mango-Saft (dwp)

- Aufstrich, z.B. Bio-Brotaufstrich Tomate Joghurt (dwp)

- Müslizutaten, z.B. Bio-Quinoa 'Pop' (el Puente) und getrocknete Ananas, (dwp) und Baby-Bananen (dwp)

- Marmelade, z.B. Maracuja Konfitüre (gepa)

- Nuss-Nougat Aufstrich, z.B. Cocoba, (gepa)

Doch auch beim Thema CO2 kann beim Frühstück schon was gemacht werden. Hierbei steht vor allem die Regionalität und Saisonalität im Mittelpunkt. Alle Zahlen sind nur etwa-Angaben und exemplarisch aufgezeigt, da es keine eindeutigen Werte gibt. Eine genaue Grenzziehung in der Produktion ist kaum möglich. Es ist jedoch sehr deutlich, wohin die Ersparnisreise gehen kann, wenn nur der Transportweg betrachtet.

Als erstes gibt es einen Obstsalat aus Erdbeeren, Äpfeln und Weintrauben. Bezieht man diese Produkte aus der Region zur jeweiligen Saison, dann „kostet“ der LKW-Transport rund 360g CO2 pro Kilogramm. Bezieht man diese Produkte außerhalb der Saison, dann summieren sich die „Kosten“ danke Flug- und Schiffstransport sehr schnell auf rund 29.000g CO2/kg. Wird das Frühstücksbrot mit Mehl aus der Region gebacken und nicht mit importiertem aus Übersee, dann spart man über 200g CO2/kg. Die heimische Butter spart 290g CO2/kg. Also beim Einkauf darauf achten, woher meine Lebensmittel kommen. Und um zu wissen, was gerade Saison hat, hilft der Saisonkalender, der überall im Netz zu finden ist.

Mit ein wenig Bewusstsein für diese Dinge, kann schon mit Kleinigkeiten etwas Großes geleistet werden. Und niemand soll mit der Ausrede kommen „was bringt es denn, wenn ich hier was mache“. Jemand muss den Anfang machen und er wurde bereits gemacht. Jetzt müssen nur noch genug folgen und schon hat man gemeinsam etwas Gutes bewirkt. Und das schon beim Frühstück!

pressestelle@bdkj-bayern.dePermalinkKommentare 0Gravatar:
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